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title: Siena
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link: monza
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label: Mehr erfahren
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Im Internet gesehen, genauer gesagt auf der Plattform „subito.it“. Nicht
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ganz leicht gestaltete sich die erst Kontaktaufnahme, denn nur mit einer
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italienischen Telefonnummer ließ sich der Account verifizieren. Hier
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kommt zum ersten Mal Tante Biggi ins Spiel. Biggi ist die Tante meiner
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Frau, die es vor längerer Zeit der Liebe wegen nach Italien verschlagen
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hat. Sie stellte den Kontakt her, telefonierte mit Vittorio, einem
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jungen Italiener und besprach wichtige Details für den Kauf der Ape
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Siena. Die Ape Siena ist aus dem Jahr 1981, in einem sehr guten Zustand
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befindliche Ape. Außergewöhnlich ist der Zustand aus dem Grunde, da die
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Ape sonst „schon auf dem Hänger vom Werk zum Kunden“ anfangen zu rosten.
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Nicht aber die Ape Siena, sie trotzte dem Wetter, was durchaus auch
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damit begündet war, dass sie den größten Teil ihres Autolebens in der
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Garage von Carlo verbrachte (Foto Garage und Carlo). Nachdem der
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Kontakt da war, Biggi und ich diesen für seriös erachteten, mietete ich
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mir in Bremen einen Sprinter, der die Ape Siena in den Norden holen
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sollte. Am Dienstagmittag brachte mich meine bezaubernde Frau Vanessa
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zur Mietstation nach Bremen. Die Reise begann. Nach einem nächtlichen
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Stop in Kempten erreichte ich am Folgetag um 15 Uhr Siena. Hier traf ich
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zum ersten Mal auf Vittorio, der auf mich zukam und mich freundlichst
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empfing. Er lud mich auf einen Espresso und ein Stück Süßgebäck ein.
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Nachdem ich in einem Hotel in der Innenstadt eingescheckt bin,
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verbrachten Vittorio und ich den kompletten Abend gemeinsam. Mein erster
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Kontakt zum Bier „ichnusa non infiltrata“, ein Bier aus dem Süden
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Italiens war hergestellt. Wir unterhielten uns den kompletten Abend auf
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Englisch, dessen Vittorio fließend sprechen konnte. Am Folgetag gingen
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wir in die officio traffico, denn selbst 50 ccm müssen in Italien
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offiziell abgemeldet werden. Probleme bei der Bezahlung wurden gelöst,
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indem wir in eine Fahrschule im Siena fuhren und dort die Gebühren
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beglichen. Der Weg war also frei, die Ape in den Sprinter zu laden und
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zu verzurren. Nach etwas langer Zeit und ein paar Versuchen war die Ape
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fest mit dem Sprinter verbunden. Wir verabschiedeten uns voneinander,
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doch wusste zumindest ich, dass dies nur eine „Trennung“ auf Zeit war,
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ein gewisses Band schien uns zu verbinden. Die Rückfahrt verlief ohne
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weitere Zwischenfälle, doch war ich froh, endlich wieder in Deutschland
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zu sein, denn lt. Tante Biggi war nach meiner Abfahrt die
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Brennerautobahn aufgrund von Nebel und daraus resultierender
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Vollsperrung die Brennerautobahn nicht mehr passierbar.
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In Deutschland angekommen, konnte ich entspannen. Doch jetzt begann der
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Kontakt mit der deutschen Bürokratie, die Betriebserlaubnis und
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Erlangung von deutschen Papieren gestaltete sich zunächst sehr
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schwierig. Deutsche Ingeniereruskunst gepaart mit Engstirnigkeit führten
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dazu, das ein weiterer Prüungsgesellschaft aufgesucht werden musste.
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Dann ging alles schnell, die Ape Siena durfte auf deutschen Straßen
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fahren. Durch Zufall kam Siena schon verfrüht zum Einsatz, nämlich als
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Candybar- mit frischen Waffeln auf einer Hochzeit in der Nähe von
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Oldenburg. Seit dem Zeitpunkt kam es zu weiteren gelegentlichen
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Buchungen. Ende August kam es dann zum Durchbruch und einer Vielzahl an
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Buchungen, die die Siena und seinen Besitzer Filipo bzw. Philipp ganz
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schön ins Schwitzen brachten…
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